EDCS – Epigraphik-Datenbank Clauss / Slaby

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Willkommen bei der Epigraphischen Datenbank Clauss-Slaby (EDCS)

Die weltweit grösste Datenbank für römische Inschriften

Die Epigraphische Datenbank Clauss-Slaby (EDCS) ist die grösste und international meistgenutzte Datenbank für römische Inschriften. Mit derzeit 542.225 erfassten Inschriften sowie 170.207 Zeichnungen und Fotografien bietet sie eine in Umfang, Tiefe und Zugänglichkeit einzigartige digitale Forschungsinfrastruktur im Bereich der Epigraphik. Für die Altertumswissenschaften, aber auch für eine forschungsnahe universitäre Lehre, ist die EDCS zu einem unverzichtbaren Werkzeug geworden und prägt die epigraphische Arbeit weltweit.

Zukunftssicherung durch neue Software

Seit 2024 wird die EDCS an der Universität Zürich auf eine neue, zukunftsfähige Softwaregrundlage gestellt, um ihre Verfügbarkeit auch für die nächsten Jahrzehnte sicherzustellen. Unter der Leitung von Prof. Dr. Anne Kolb erfolgt eine grundlegende technische und strukturelle Erneuerung der Datenbank, die langfristige Stabilität, Nachhaltigkeit und Erweiterbarkeit gewährleisten wird. Diese Modernisierung schafft die Voraussetzungen für neue Funktionen und eine stärkere Vernetzung mit anderen digitalen Ressourcen, die schrittweise und mit grösster wissenschaftlicher Sorgfalt umgesetzt werden. Gleichzeitig ist die technische Umstellung zeitintensiv und kostspielig, weshalb wir um Verständnis bitten, wenn in der Anfangsphase gewisse Features, etwa die Verlinkung anderer Datenbanken, nur eingeschränkt zur Verfügung stehen. Ziel ist es, diese sukzessive zu implementieren und die bewährten Funktionen der Datenbank möglichst vollständig zu erhalten.

Leistungsstarke Suchmaschine – keine Edition

Die EDCS ist bewusst als Suchmaschine konzipiert und ersetzt keine kritische Edition. Die wiedergegebenen Inschriftentexte folgen in der Regel der jeweils letzten überzeugenden Lesung und werden teils durch eigene Korrekturen ergänzt. Den Nutzerinnen und Nutzern wird ausdrücklich empfohlen, ihre Rechercheergebnisse anhand der angegebenen Editionen oder der zahlreichen Zeichnungen und Fotografien zu überprüfen.

Schlüsselquelle für Forschung und Lehre

Römische Inschriften eröffnen einzigartige Einblicke, auch in das Leben jenseits der politischen und sozialen Eliten – insbesondere in den Provinzen des Imperium Romanum. Sie sind damit die zentralen Quellen für alltags- und kulturgeschichtliche Fragestellungen und geben Einblicke in Familie, Religion, Berufe, Verwaltung, Militär, soziale Mobilität, kulturelle Identitäten und viele weitere Aspekte der antiken Lebenswelt. Ihr wissenschaftlicher Wert entfaltet sich vor allem im Vergleich vieler Texte, den die EDCS in bisher unerreichter Breite ermöglicht.

Aktualität

Die EDCS lebt vom Engagement der Fachgemeinschaft. Um Aktualität und Vollständigkeit zu gewährleisten, sind wir auf Ihre Mithilfe angewiesen und sehr dankbar, wenn Sie uns PDFs Ihrer Publikationen sowie Fotografien der jeweiligen Monumente zusenden, die wir in liebevoller Handarbeit in die Datenbank einarbeiten werden. Jede Einsendung trägt dazu bei, die Datenbank stetig zu verbessern und ihren wissenschaftlichen Wert zu steigern. Zugleich macht sie Ihre Publikationen tausenden von Nutzern bekannt.

Qualität durch Dialog

Trotz grösster Sorgfalt können kleinere Fehler oder schlichte Tippfehler nie vollständig ausgeschlossen werden. Hinweise auf Unstimmigkeiten nehmen wir daher dankbar entgegen und korrigieren diese nach einer Prüfung. Wir bitten um Verständnis, dass Neueingaben und Korrekturen aufgrund begrenzter finanzieller und damit personeller Ressourcen mitunter etwas Zeit benötigen.

Geschichte

Die EDCS wurde 1985 von Prof. Dr. Dr. Manfred Clauss und Dr. Wolfgang Slaby begründet und mit Hilfe von Barbara Woitas und Dr. Bernward Tewes ausgebaut. Ihrer Weitsicht, Ausdauer und aussergewöhnlichen Schaffenskraft ist es zu verdanken, dass heute ein Grossteil der bekannten lateinischen Inschriften der römischen Welt digital zugänglich ist und sie war von Beginn an kostenfrei. Damit schufen sie ein Vorzeigeprojekt der Digital Classics, das heute weltweit höchste Anerkennung geniesst. Seit 2014 ist der Lehrstuhl von Prof. Dr. Anne Kolb eng in das Projekt eingebunden und prägt dessen strategische Weiterentwicklung entscheidend. Dadurch konnte die Grundlage für die Überführung der Datenbank von Eichstätt nach Zürich sowie die Fortsetzung dieses unerlässlichen Hilfsmittels geschaffen werden.

Dank

Unser herzlicher Dank gilt allen, die die EDCS über viele Jahre – teils seit Jahrzehnten – mit technischer Unterstützung, fachlichen Hinweisen, Fotografien oder Publikationen begleitet haben. Wir bitten Sie, dies auch in Zukunft zu tun. Ihr Engagement gewährleistet, dass die EDCS als eine herausragende und international geschätzte Ressource für die Erforschung der römischen Welt wächst und damit allen am Altertum Interessierten zur Verfügung steht.

Kontakt

edcs@hist.uzh.ch